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3. Februar 2008: Fünf Kinder sterben bei Wohnhausbrand.
29. März 2008. Ein zweijähriges Mädchen stirbt bei einem Wohnhausbrand in Hettstadt.
30. März 2008. Ein zweijähriger Junge stirbt bei einem Wohnungsbrand.
Die Brände wurden zu spät bemerkt, um noch effektive Rettungsarbeit leisten zu können.
„Rauchwarnmelder an Neugeborene“ und sechs Bundesländer, die Rauchwarnmelder fordern, reichen nicht aus.
Rauchmelder; Foto: obramo-security.de
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Brandrauch tötet rasch und leise
Immer wieder gab und gibt es Umfragen, wie die Menschen ihre Chancen
bei einem Brand sehen. Viele sind der Meinung, dass 10 Minuten und mehr
zur Verfügung stehen würden. Ebenso unrealistisch die Einschätzung,
dass man schon aufwachen würde, wenn ein Feuer ausbricht.
Die Realität: Nur drei bis vier Minuten verbleiben für die Flucht
nach Brandbeginn. Keine Feuerwehr der Welt hat große Chancen, jemanden
zu retten, der im Brandausbruchsraum schläft. Da helfen weder
Hilfsfristen noch aufwendige Einsatzmittel.
Ebenso unwissend sind viele Menschen, wie viel Rauch entsteht. „100
g Schaumgummi erzeugen 100 m³ Rauch“ – darunter können sich nur wenige
etwas vorstellen.
Lediglich 3 cm einer Schaumgummi-Kindermatratze müssen verbrennen,
um ein 18 m² großes Kinderzimmer vollständig mit Rauch zu füllen, ist
die Folge einer Überschlagsrechnung und für jeden verständlich.
Ebenso verständlich ist eine Filmaufnahme des
„National Institute of Standards and Technology“, die in
Echtzeit die Brandausweitung und Schnelligkeit der Rauchausbreitung zeigt.
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Rauchwarnmelder warnen schnell und laut
Rauchwarnmelder sind kleine unauffällige Geräte, die an der Decke
hängen. Bei Rauchentwicklung wird ein eingebauter Signalgeber
aktiviert, dessen Schalldruck 85 dB nicht unterschreiten darf. Die
sogenannte Aufweckschwelle mit 50 und 60 dB wird damit überschritten.
Wichtig zu wissen, dass nur VdS geprüfte Rauchwarnmelder die Sicherheit
geben, Rauch frühzeitig zu erkennen und rechtzeitig Schlafende wecken
können.
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Räume, in denen Rauchwarnmelder installiert werden
Rauchwarnmelder sollten mindestens in den Schlafräumen und
Rettungswegen installiert werden. Dazu noch im Wohnzimmer, ergänzt
durch einen Spezialmelder für den Küchenbereich.
Optimaler Schutz wird durch Installation in allen Räumen geschaffen.
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Einzelmelder oder vernetzte Melder?
Geschlossene Türen können den Schalldruck um bis zu 20 dB
verringern. In weitläufigen oder mehrstöckigen Wohnungen und
Einfamilienhäusern ist es durchaus möglich, dass der Melder in einem
entfernten Raum nicht gehört wird.
Ein Test mit einem Einzelmelder kann Aufschluss darüber geben, ob
nicht-vernetzte Einzelmelder ausreichen. Kann eine Person im Schlafraum
den mittels Testknopf ausgelösten Melder im entfernten Raum nicht
hören, sollte über eine Vernetzung nachgedacht werden.
Rauchwarnmelder können direkt per Draht oder Funk oder über eine
kleine Zentrale miteinander verbunden werden. VdS-geprüfte Systeme
geben Funktionssicherheit.
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Von anderen zu lernen ist nicht die schlechteste Erkenntnis
Aus den USA, Großbritannien und Schweden sind die Zahlen bekannt.
Mit Einführung der Pflicht Rauchwarnmelder zu installieren sank die
Zahl der Getöteten um bis zu 50 %.
Das Bayerischen Innenministeriums vertraut weiterhin auf Aufklärung
und verweist auf die seit sechs Jahren laufende Kampagne mit einem
Faltblatt, das in dritter Auflage erscheine.
Die Pressestelle teilte weiter mit, dass der Überwachungsaufwand
erhebliche Kosten nach sich ziehen würde. Zudem könnten Wartung und
Instandhaltung nicht dem Eigentümer/Mieter überlassen bleiben. Bisher
sei, so das Innenministerium in den Ländern mit gesetzlicher Regelung
kein höherer Ausstattungsgrad als in Bayern erkennbar.
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Fazit
Aufklärung ist wichtig und sinnvoll, aber leider nicht ausreichend.
Als 1970 die Gurtpflicht und 1976 die Anschnallpflicht eingeführt
wurden, ging ein Aufschrei durch die Bevölkerung. Tatsache ist, dass
täglich Menschen dem Sicherheitsgurt ihr Überleben verdanken. Tatsache
ist aber auch, dass nicht wenige Menschen den Sicherheitsgurt nicht
nutzen würden, gäbe es die Anschnallpflicht nicht.
Wie viele Kinder müssen noch in Bränden sterben, bevor flächendeckend Rauchwarnmelder zur Pflicht werden?
zum Originalartikel hier klicken
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